Freitag, 25. Juli 2008

Immer wieder Schwefelgeruch zu riechen

Auch heute ist, wie in den letzten Tagen, wieder Schwefelgeruch in der Luft. Nach den Aussagen der ehemaligen Geschäftsleitung Bernd Schmid und Henning Isbruch kann das ja nicht der Fall sein, weil im Produktionsprozeß angeblich kein Schwefel verwendet wird. Nach meinen Recherchen im Internet sind zumindest im Koks Bestandteile von Schwefel enthalten und Koks wird im Kupolofen verwendet.
Leider kann man Gerüche nicht wie Rauchwolken dokumentieren.
Müssen wir Nachbarn wieder leiden, bloß weil sich die Braut (Eisengiesserei Bühler) für den zukünftigen Investor schmücken will?

Montag, 21. Juli 2008

Für was benötigt man am Samstag Abend einen blauen Müllsack?

Letzten Samstag konnte ich beim Unkraut jäten unbeabsichtigt einen Bühlermitarbeiter beobachten, wie er am Abend mit einem prall gefüllten blauen (Müll-)sack Richtung Eisengiesserei Bühler unterwegs war.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß in diesem Sack frisch gewaschene Arbeitskleidung enthalten war. Die meisten Arbeiter kommen häufig schon in Arbeitskleidung zu Fuss oder mit dem Fahrrad in den Betrieb.

Dienstag, 15. Juli 2008

Sichtbarer Rauch aus Kamin

Wieder einmal ist Rauch aus dem Kamin der Eisengiesserei Bühler zu sehen. Als ich so gegen 21.00 Uhr von Kemnat Richtung Burtenbach fahre, kann ich die Rauchwolke deutlich erkennen. Leider habe ich keinen Fotoapparat dabei um das zu dokumentieren und als ich zu Hause bin, ist der Spuk wieder vorbei.

Dienstag, 1. Juli 2008

Neue Informationen zur Konkursmeldung bei der Eisengiesserei Bühler

Am 23.06.2008 gab es interessante Neuigkeiten in der Günzburger Zeitung zum Konkurs bei der Eisengiesserei Bühler zu lesen. Nach diesem Bericht haben es die Konkursverwalter geschafft den Betrieb wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen.
Was unter dem Vorstand Bernd Schmid, dem Unternehmensberater aus Erolzheim mit Prädikatsexamen nicht möglich war, haben jetzt die Konkursverwalter, gelernte Juristen, geschafft.
Sie haben in der Eisengiesserei Bühler endlich ordentlich sauber gemacht und dies in mehrerlei Hinsicht. Der überall gegenwärtige Dreck soll jetzt verschwunden sein, wir Nachbarn werden sehen, ob sich dadurch die Staubbelastung endlich reduziert. Auch die Produktionsprozesse wurden scheinbar umorganisiert, aktuell muß trotz voller Auftragsbücher nicht die 6-Tage-Woche mit Produktionslärm bis zum Samstag Abend genutzt werden. Auch der früher gern genutzte Sonntag für Wartungsarbeiten wird scheinbar weitgehend eingehalten.
Für uns Nachbarn ist die Produktionswoche aber auch so noch viel zu lang, weil der häufige Lärm, oft ab 6.00 Uhr morgens und bis kurz vor 22.00 Uhr doch gewaltig an die Nerven geht. Auch die häufig auftretenden Geruchsemissionen sind immer noch unerträglich.
Durch die neue Übergangsgeschäftsführung haben wir jetzt aber zumindest den Sonntag und die Nacht zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr zum erhohlen.

Interessant ist auch was in dem Bericht der Günzburger Zeitung alles über den ehemaligen Vorstand Bernd Schmid geschrieben steht. Als Unternehmensberater mit betriebswirtschaftlichen Prädikatsexamen hat er die Eisengiesserei Bühler wohl in den wirtschaftlichen Ruin geführt und wahrscheinlich am Rande der Legalität gearbeitet. Die seltsame Rechtsauffassung dieses Herrn habe ich ja schon beim Thema Sonntagsarbeit kennengelernt.
Aber auch der im Bericht der Günzburger Zeitung unerwähnte Aufsichtsratsvorsitzende Henning Isbruch hat sich bei der ganzen Geschichte nicht mit Ruhm bekleckert. Sein wahres Gesicht hat er andeutungsweise letztes Jahr beim Runden Tisch in Burtenbach gezeigt. Hier war ja seine Forderung, die Kosten für notwendige Umweltmassnahmen auf die Allgemeinheit umzulegen und die Gewinne hätte er dann selbstverständlich privatisiert, sprich in die Taschen der Unternehmensführung gesteckt.

Bei heftig schwankenden Jahresgewinnen ein Millionenprojekt für den Aufbau einer eigenen CNC-Fertigung zu beginnen, ohne vorher die Kostenseite in trockene Tücher zu bringen, deutet eher auf krankhaften Optimismus, denn auf professionelle Arbeit von Geschäftsführung und Aufsichtsrat hin.
Gratulation an die Konkursverwalter, die es scheinbar in kurzer Zeit geschafft haben die richtigen Stellschrauben zu bedienen und dem Unternehmen wieder eine Zukunft zu geben.

Für uns Nachbarn, die seit Jahren, teilweise seit Jahrzehnten, mit dem Dreck und Lärm leben müssen, sind das natürlich weniger gute Nachrichten. Bleibt zu hoffen, daß der neue Eigentümer hier mehr in die Umwelt investiert und so auch den Nachbarn mehr entgegenkommt. Es wird langsam Zeit.

Montag, 14. April 2008

Ostern, ein Jahr danach ...

Vor wenigen Wochen hatten wir wieder Ostern und mein Protest gegen die Eisengiesserei Bühler jährte sich damit zum ersten Mal.
Bei der Einhaltung der Betriebszeiten hat man bei der Eisengiesserei scheinbar dazugelernt. Die Betriebszeiten scheint man jetzt besser einhalten zu können, ob das an den von Hr.Isbruch und Hr.Schmid letztes Jahr angekündigten Fortbildungs- und Sprachkursen liegt?
Bin gespannt ob das auch in den wärmeren Monaten so bleibt, wenn man sich mehr draussen aufhalten könnte.
Die Lärm- und Geruchsbelastung ist aber immer noch phasenweise unerträglich. Manchmal hat man das Gefühl es wird absichtlich richtig viel Lärm gemacht. Kompressoren werden stundenlang ohne Dämmung laufen gelassen, ebenso wird das Zerschlagen der Formen gerne auf die Abendstunden bis kurz vor Ende der Betriebszeit gelegt.

Mit der Wirkung dieser Seite bin ich mehr als zufrieden. Die Kommentare die ich über meine Mitteilungseite bekomme, unterstützen mich die Seite weiter zu betreiben. Die zahlreichen interessanten Diskussionen machen Spaß. Mit Erstaunen habe ich festgestellt wer sich alles für die Probleme mit der Eisengiesserei Bühler interessiert.

Auch die ersten Spenden für gemeinnützige Zwecke konnten schon mit Hilfe der Polizei gesammelt werden. Den Spendern auf diesem Weg noch einmal herzlichen Dank.

Samstag, 8. März 2008

Konkursmeldung bei der Eisengiesserei Bühler

Überraschend war am 06.03.08 die Konkursmeldung der Eisengiesserei Bühler in der Günzburger Zeitung. In dem mal wieder recht firmenfreundlichen Bericht der Zeitung suchte die Geschäftsleitung der Eisengiesserei Bühler, wie so oft, die Ursache bei anderen.
Angeblich wurde die finanzielle Schieflage unter anderem durch die Auflagen des Landratsamtes hervorgerufen. Die Auflagen seien vor allem durch Beschwerden der Nachbarschaft ausgelöst worden.

Schön, daß man nun wieder die Schuld auf andere schiebt. Die Wahrheit sieht dabei aber ganz anders aus.

Die Eisengiesserei Bühler betreibt unter anderem eine Lackiererei und ist seit Jahren als VOC-emittierender Betrieb beim Umweltamt Bayern registriert. Durch schon seit Jahren bekannte EU-Auflagen ist die Eisengiesserei verpflichtet diese Emissionen durch bauliche Maßnahmen einzuschränken. Als Nachbar bekommt man den Lackiergestank regelmässig, je nach Windrichtung, als starke oder geringe Geruchsbelästigung mit. Von der gesundheitlichen Beeinträchtigung gar nicht zu reden. Laut den Informationen im Internet hätte diese Richtlinie der EU eigentlich bis zum Herbst 2007 von den betroffenen Firmen umgesetzt sein sollen.
Die anstehenden Kosten waren der Eisengiesserei schon seit Jahren bekannt und sollten jetzt eigentlich nicht so überraschend sein.
Wenn man die Jahresberichte der letzten Jahre betrachtet, kann man dennoch keine großen Investitionen in Umweltschutz, geschweige den Rücklagen dafür erkennen.

Schuld ist auch hier wohl mal wieder die Überheblichkeit und Unprofessionalität der Geschäftsleitung. Von Management kann hier eigentlich nicht die Rede sein.

Trotz nicht vorhandenen Rücklagen und relativ geringen Jahresgewinnen seit Jahren plant und beginnt man stattdessen noch den Neubau einer CNC-Halle. Mit den Maschinen wahrscheinlich ein Mehrmillionenprojekt, so daß allein die dafür anfallenden Zinskosten den Jahresgewinn auf Null schrumpfen lassen. Nicht vergessen werden darf dabei auch der Liquiditätsverlust durch die fälligen Zinszahlungen.
Wenn man dann noch für seine Kunden in Vorzahlung tritt und Zahlungsfristen von mehreren Monaten gewährt, dann fehlen schnell die flüssigen Mittel und auch bei vollen Auftragsbüchern droht unweigerlich der Konkurs. Da ist dann die seit Jahren bekannte und planbare, jetzt vom LRA eingeforderte, aber wahrscheinlich noch nicht einmal begonnene, Umweltinvestition nur noch der letzte Tropfen der das Faß endgültig zum Überlaufen bringt.

Die Konkursmeldung erfolgte, obwohl der Unternehmensvorstand mit dem Prädikats-Betriebswirt Bernd Schmid gut besetzt ist. Eigentlich sollte er aus seiner langjährigen Erfahrung als Unternehmensberater über genügend Erfahrung verfügen. Auch der Aufsichtsratsvorsitz ist mit Dr.Henning Isbruch eigentlich gut besetzt. Aber vielleicht hatte er als mehrfacher Aufsichtsratsvorsitzender (Firma Klepper seiner Frau, Wohnungsbaugesellschaft), Lehrkraft an der Fachhochschule Rosenheim und dann noch Mediations-Beratung zusammen mit Frau Ilfat-Braun einfach nicht die nötige Zeit.

Interessant ist auch, daß gerade die Mediatorin Frau Ilfat-Braun aus dem Raum Rosenheim auch noch Geschäftsführerin der CNC-Projektgesellschaft ist, die zeitgleich mit der Eisengiesserei Bühler Konkurs angemeldet hat.

Liebe Geschäftsführung der Eisengiesserei Bühler macht zukünftig erst einmal Eure Hausaufgaben bevor Ihr die Schuld wieder bei den Nachbarn sucht.

Die Zeche werden, wie so oft, die Arbeitnehmer und Gläubiger zahlen dürfen. Die Geschäftsführung findet leicht einen neuen gut dotierten Job und sei es als Unternehmensberater.

Weitere Verantwortung hat die Geschäftsführung der Aktiengesellschaft Eisengiesserei Bühler nicht zu befürchten. Der Konkurs wurde wahrscheinlich rechtzeitig angemeldet, so daß kein Verfahren wegen Konkursverschleppung droht. Die noch anfallenden Lohnkosten lässt man von der Allgemeinheit in Form von Konkursausfallgeld oder wenn es noch schlimmer kommt, Arbeitslosengeld und Hartz 4 bezahlen.
Im Gegensatz zu inhabergeführten Unternehmen haften Sie nicht mit Ihrem Privatvermögen, so daß Ihnen die zuvor eingestrichenen Gewinne bzw. hohen Managergehälter wohl erhalten bleiben dürften.

Neben den bedrohten Arbeitsplätzen bei der Eisengiesserei Bühler, darf man auch nicht die bedrohten Arbeitsplätze bei den Gläubigern vergessen.

Und wenn die Eisengiesserei Bühler wirklich pleite geht, wer räumt dann den vorhandenen gesundheitsschädlichen Dreck weg?

Montag, 18. Februar 2008

Sogar die Aktien der Eisengiesserei sind zu heiß ...

Heute habe ich im Internet einen interessanten Bericht vom Anlegerschutzportal von BÖRSE ONLINE gefunden. Nach diesem Bericht versorgt die Eisengiesserei Bühler nicht nur die Nachbarn mit leeren Versprechungen.

Seit Frühjahr 2007 versucht die Eisengiesserei Bühler scheinbar durch Aktienemission neues Geld in Form von Eigenkapital für den Ausbau des Betriebs zu bekommen. Die Versprechungen sind verlockend, auch ich hatte mir schon überlegt Anteile zu besorgen. Das hätte zwei Vorteile gehabt, ich wäre als Miteigentümer vorab über Erweiterungspläne informiert worden und hätte zweitens eine satte Rendite für meine Einlage kassiert.

Das Unternehmen hat in den Jahren 2003 bis 2005 ein Vorsteuerergebnis zwischen Verlust von 130.000 EUR und Gewinn von 215.000 EUR gemacht. Der für 2007 geplante Gewinn von einer halben Million EUR wird wohl nicht erreicht, stattdessen wohl nur um die 250.000 EUR. Träumen darf jeder, seriöse Schätzung aber ist etwas anderes.

Bei 2,25 Millionen Vorzugsaktien und einer Dividende von 0,24 EUR müsste man mindestens einen Gewinn von 540.000 EUR machen um die den Neuaktionären versprochene Dividende überhaupt zahlen zu können. Da der Gewinn wohl nur die Hälfte erreicht, bekommen die Aktionäre statt 8% nur magere 4% und das bei nicht frei verkaufbaren Aktien.

Der Bericht zeigt wieder einmal deutlich, daß es dieser Unternehmensleitung vorrangig nur um Ihre Profitmaximierung geht. Diesmal allerdings auf Kosten der Kapitalgeber.